Blog

Die besten Songs der Welt (6)

Menschen, die ab und zu selbst Musik produzieren, kennen das Problem: Musik hört sich in jedem Raum und auf jeder Anlage anders an. Es gibt technische Mittel, um einen “möglichst neutralen” Klang herzustellen, was für den Endmix sicher sinnvoll ist. Es gibt Boxen und Einstellungen für große Orchester, es gibt dicke, überteuerte Kopfhörer für in wenigen Stunden professionell zusammengeschraubten R’n’B, es gibt miserable Laptoplautsprecher die jede Diskussion um MP3-Kompressionsraten ad absurdum führen.

Und es gibt das Auto. Autos haben für Musik Vor- und Nachteile. Der Vorteil: Man sitzt in einem abgeschlossenen Raum, außen kommt wenig Geräusch von innen an, erst Recht wenn man mit geschlossenen Fenstern führt. Außerdem sind Boxen meist mindestens vierfach vorhanden. Der Nachteil: Man sitzt als Fahrer der linken vorderen Box am nächsten, wirklich ausgenutzter Stereoklang verliert damit an Wirkung. Aber das alles ist irrelevant gegenüber dem Gefühl, zu passender Musik schnell bei gutem Wetter zu fahren.

Der sechste beste Song der Welt ist ein astreiner Autosong. Laut, nahezu alle möglichen Frequenzen ausschöpfend, mit treibendem Bass und Parts, die sich zum lauten und schiefen Mitsingen perfekt eignen. Einer dieser Tracks, die jede rote Ampel zum echten Ärgernis machen.

Das hat nichts mit dem allseits bekannten Fensterrunterallebeschallen-Mackertum zu tun, es ist ein reproduzierbarer Moment absoluter Stimmigkeit, der sicher viel mit persönlichen Vorlieben zu tun hat.  Beim sechsten besten Song der Welt ist ein solcher Moment erreichbar, wenn man bei 2:01 im höchsten Gang die erwünschte Höchstgeschwindigkeit erreicht hat und einfach nur schnell rollt. Einmal kam ich bei 2:38 aus dem 1,7 km langen “Tunnel der deutschen Einheit“, besser wurde die Fahrt nicht mehr. Die Band ist, in deutlich erhöhtem Maße, Geschmackssache. Das hier ist subjektiv. Der sechste beste Song der Welt ist “Rebirth” von Hadouken!

 

Flattr this!