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When I write my Master’s Thesis (4)

Ich bin zurück von meinem viertägigen Aufenthalt in Köln und Bonn, den ich der Einfachheit halber “Archivaufenthalt” genannt habe, obwohl nur ein Drittel der besuchten Institutionen ein Archiv war, nämlich das Universitätsarchiv Bonn1.

Besonders viele neue Erkenntnisse habe ich nicht gewonnen, aber das war auch nicht unbedingt der Anlass und Hintergedanke der Reise. Ich habe mit dem “Nachrichtenblatt der Bonner Studentenschaft” und besonders “Der Weg – El Sendero”, einer deutschen Emigrantenzeitschrift aus Argentinien, zwei Publikationen durchsehen können, die nur wenige Bibliotheken vorrätig halten. Alleine dafür hat es sich schon gelohnt, denn insbesondere letztere Zeitschrift ist so selten im Bestand und so selten abgerufen, dass sie nicht gebunden, sondern nur jahrgangsweise zwischen Pappdeckeln eingeschnürt wird, was eine Fernleihe von vorneherein ausschließt.

Im Universitätsarchiv wurde ich etwas enttäuscht. Anstatt tiefere Einblicke in einen AStA-Vorgang von 1955 zu erhalten2 musste ich mich mit einer Magisterarbeit von 1983 (interessant, aber leider mit viel zu wenigen Belegen) und der Bonner Universitätschronik begnügen – die archivalischen Bestände waren nicht zugänglich.

Jetzt sitze ich wieder zuhause und bin tatsächlich hochmotiviert. Nach meiner Rechnung fehlt an Recherche nicht mehr viel, jetzt geht es ums reine Schreiben. Der Zeitplan passt, dazu überrede ich mich täglich, auch noch. Fünf Wochen sind übrig.


  1. Die anderen beiden Institutionen waren die Universitätsbibliotheken in Köln und Bonn 

  2. Den ich wohl später noch ausbreiten werde – falls ein Bonner Student mal ein BA-Thema sucht, kann ich diesen Fall nur empfehlen 

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