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Auch mit Blick auf die stärker theoretisch arbeitenden Nachbardisziplinen, deren Forschungsergebnisse und Theorienangebote die Zeitgeschichte häufig nutzt, ohne selbst in ähnlicher Weise Theorien zu produzieren, ist zu klären, wo die Disziplin mehr leistet, als die sozial-, wirtschafts- oder politikwissenschaftlichen Theorieerwartungen empirisch zu erfüllen. […]
Es geht mithin um die methodische und analytische Identität der Zeitgeschichtsforschung und damit um die Rechtfertigung eines wissenschaftlichen Unternehmens, das sich in wachsender Konkurrenz um finanzielle Ressourcen und Studierende befindet.
Rüdiger Graf, Kim Christian Priemel, Zeitgeschichte in der Welt der Sozialwissenschaften. Legitimität und Originalität einer Disziplin, in: VfZ 59 2011, S. 480-481.

Präzise Fragestellung, ökonomische Herangehensweise. Interessant.

1 Kommentar

  1. Wie gut das „Zeitgeschichte“ nur ein Nebenfach der Geschichtswissenschaft ist…

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